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Weinroter Riesenträuschling (Stropharia rugosoannulata)

Weinroter Riesenträuschling

Sicher

Stropharia rugosoannulata

Auch bekannt als: Kulturträuschling, Garten-Riesenträuschling, Wine Cap Stropharia

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Beschreibung

Der Weinrote Riesenträuschling (Stropharia rugosoannulata) ist ein großer, essbarer Blätterpilz, der ursprünglich aus Nordamerika stammt, aber weltweit als Kulturpilz angebaut wird und auch in Europa verwildert vorkommt. Er ist bekannt für seinen robusten Wuchs und seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Substrate, insbesondere holzige Materialien und Kompost. Sein Name leitet sich von der weinroten bis bräunlichen Farbe des Hutes und dem auffälligen, geriffelten Ring am Stiel ab. Er ist ein beliebter Speisepilz, der sowohl von Pilzsammlern als auch von Pilzzüchtern geschätzt wird.

Wie man identifiziert

Hut
Der Hut hat einen Durchmesser von 5 bis 30 cm, ist jung halbkugelig bis glockenförmig, später ausgebreitet und oft leicht gebuckelt. Die Farbe variiert von weinrot, purpurrot, kastanienbraun bis ockerbraun, manchmal auch gelblich-braun. Die Hutoberfläche ist glatt, klebrig bei Feuchtigkeit und kann im Alter rissig werden. Der Hutrand ist jung eingerollt und oft mit Velumresten behangen.
Lamellen
Die Lamellen sind jung weißlich bis grau, später durch die reifenden Sporen violettgrau bis schwarzbraun. Sie sind breit angewachsen bis leicht herablaufend, dicht stehend und haben oft unregelmäßige Schneiden.
Stiel
Der Stiel ist 5 bis 20 cm lang und 1 bis 3 cm dick, zylindrisch, oft zur Basis hin verdickt oder leicht keulig. Er ist weißlich bis cremefarben, unterhalb des Rings oft schuppig oder faserig. Ein auffälliger, häutiger, geriffelter oder gerillter Ring ist vorhanden, der jung weißlich ist und später durch Sporen purpur- bis schwarzbraun gefärbt wird. Unterhalb des Rings kann der Stiel eine leicht violette Tönung aufweisen. Die Basis ist oft mit weißem Myzel bewachsen.
Fleisch
Das Fleisch ist weißlich bis cremefarben, fest und dick. Es verfärbt sich bei Verletzung nicht oder nur sehr schwach gelblich. Der Geruch ist mild, pilzartig, der Geschmack angenehm nussig.
Fruchtkörper
Der Fruchtkörper ist robust und fleischig. Er kann einzeln oder in Gruppen wachsen, oft büschelig. Die Größe variiert stark je nach Wachstumsbedingungen.
Lebensraum
Saprobiontisch, wächst auf holzigem Substrat wie Holzspänen, Rindenmulch, Stroh, Kompost oder verrottendem Holz. Er ist oft in Gärten, Parks, auf Rindenmulchbeeten, in Waldrändern und an Wegrändern zu finden. Er kann auch auf Ackerland oder in Gewächshäusern kultiviert werden.

Wichtige Fakten

  • Hutoberfläche: Glatt, klebrig bei Feuchtigkeit, im Alter rissig
  • Wuchsform: Einzeln oder in Gruppen, oft büschelig
  • Sporenabdruck: Purpur- bis schwarzbraun
  • Körperfarbe: Hut: Weinrot, purpurrot, kastanienbraun bis ockerbraun; Stiel: Weißlich bis cremefarben, unterhalb des Rings oft schuppig
  • Geruch: Mild, pilzartig
  • Verfärbung beim Anschnitt: Nicht oder nur sehr schwach gelblich
  • Höhe: 5-20 cm
  • Hutdurchmesser: 5-30 cm
  • Nährstoffaufnahme: Saprobiontisch

Sicher

Sicher

Der Weinrote Riesenträuschling ist ein ausgezeichneter Speisepilz. Es sind keine toxischen Inhaltsstoffe bekannt. Allerdings ist Vorsicht bei der Verwechslung mit anderen Pilzen geboten, insbesondere mit einigen Kahlköpfen (Psilocybe spp.), die psychoaktive Substanzen enthalten. Diese haben jedoch in der Regel einen schlankeren Wuchs, einen weniger ausgeprägten Ring und bläuen bei Verletzung. Eine Verwechslung mit dem Grünspan-Träuschling (Stropharia aeruginosa) oder dem Blaugrünen Träuschling (Stropharia caerulea) ist möglich, diese sind jedoch ebenfalls essbar, wenn auch von geringerem Speisewert. Generell gilt: Nur Pilze sammeln und verzehren, die man zweifelsfrei identifizieren kann. Im Zweifelsfall einen Pilzsachverständigen konsultieren.

Toxinart: Keine bekannten Toxine.Reaktionstyp: Keine bekannten toxischen Reaktionen.

Schnellcheck

  • Geruch: Mild, pilzartig
  • Fruchtung: Frühsommer bis Spätherbst
  • Substrat: Holzspäne, Rindenmulch, Stroh, Kompost, verrottendes Holz

Wo zu finden

Gärten und Parks

Häufig in Gärten und Parks, besonders auf Rindenmulchbeeten, Holzhackschnitzeln oder Komposthaufen.

Waldränder und Lichtungen

Kann an Waldrändern, Lichtungen und in lichten Wäldern gefunden werden, wo holziges Substrat vorhanden ist.

Ackerland und Felder

Gelegentlich auf Ackerland oder Feldern, besonders nach der Einarbeitung von organischem Material.

Kultivierungsstätten

Wird weltweit als Kulturpilz angebaut, daher auch in der Nähe von Pilzfarmen oder ehemaligen Anbauflächen zu finden.

Suchtipps

Substrat beachten

Suchen Sie gezielt nach holzigem Substrat wie Rindenmulch, Holzhackschnitzeln oder Stroh. Der Pilz ist ein Saprobiont und benötigt diese Materialien zum Wachstum.

Feuchtigkeit

Der Weinrote Riesenträuschling bevorzugt feuchte Bedingungen. Nach Regenfällen sind die Chancen, ihn zu finden, deutlich höher.

Saison

Die Hauptsaison ist vom Frühsommer bis zum Spätherbst, kann aber bei geeigneten Bedingungen auch früher oder später erscheinen.

Gruppenwachstum

Oft wächst er in Gruppen oder büschelig. Wenn Sie einen Fruchtkörper finden, suchen Sie in der näheren Umgebung nach weiteren Exemplaren.

Geriffelter Ring

Achten Sie auf den charakteristischen, geriffelten Ring am Stiel, ein wichtiges Erkennungsmerkmal.

Ähnliche Arten

Grünspan-Träuschling

Pilz

Auch bekannt als: Stropharia aeruginosa

Blaugrüner Träuschling

Pilz

Auch bekannt als: Stropharia caerulea

Kahlköpfe (Psilocybe spp.)

Pilz

Auch bekannt als: Psilocybe cubensis, Psilocybe semilanceata

Wissenschaftliche Klassifikation

Stamm
Basidiomycota
Klasse
Agaricomycetes
Ordnung
Agaricales
Familie
Strophariaceae
Gattung
Stropharia

Lagerungsinformationen

  • Max. Temperatur: 4°C
  • Tiefkühldauer: 6 Monate
  • Min. Temperatur: 0°C
  • Kühlung: 5 Tage

Wie man reinigt

Die Pilze sollten vorsichtig von Erde und Substratresten befreit werden. Grobe Verschmutzungen können mit einer weichen Bürste oder einem feuchten Tuch entfernt werden. Bei Bedarf kann der Pilz kurz unter fließendem Wasser abgespült und anschließend gut abgetrocknet werden. Der Stiel ist essbar, kann aber bei älteren Exemplaren etwas zäh sein und sollte dann eventuell geschält oder nur der Hut verwendet werden.

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