Mushby LogoMushby
Blumenkohlpilz (Sparassis crispa)

Blumenkohlpilz

Sicher

Sparassis crispa

Auch bekannt als: Krause Glucke, Fichten-Glucke (historisch, unzutreffend), Breitblättrige Glucke

Pilz fotografiert? Bestimme ihn sofort mit der Mushby-App

App öffnen

Beschreibung

Sparassis crispa, bekannt als Blumenkohlpilz oder Krause Glucke, ist ein bemerkenswerter saprophytischer und parasitärer Pilz, der hauptsächlich an der Basis von Nadelbäumen, insbesondere Kiefern, wächst. Sein Aussehen erinnert an einen großen, cremefarbenen Blumenkohl oder einen Schwamm, bestehend aus zahlreichen, in sich verschlungenen und blättrigen Lappen. Er ist wegen seines angenehmen Geschmacks und seiner vielseitigen Verwendbarkeit in der Küche sehr geschätzt. Dieser Pilz ist gut von anderen Arten unterscheidbar, obwohl in jüngerer Zeit taxonomische Unterscheidungen zu Sparassis radicata (Wurzelnde Glucke) und Sparassis spathulata (Flache Glucke) erfolgt sind, die früher oft mit S. crispa verwechselt wurden oder als Synonyme galten. S. crispa ist die häufigste und am weitesten verbreitete Art in Europa und Nordamerika.

Wie man identifiziert

Hut
Nicht zutreffend bei diesem Pilztyp, da er keine klassische Hutform besitzt. Der gesamte Fruchtkörper ist ein blattartig verzweigtes Gebilde.
Lamellen
Sparassis crispa gehört zu den Stoppelpilzartigen und besitzt keine Lamellen. Stattdessen sind die sporentragenden Flächen auf den Außenseiten der blattartigen Verästelungen lokalisiert (Hymenium).
Stiel
Der Fruchtkörper entspringt einer dicken, kurzen, oft im Boden verborgenen Stielbasis, die an der Wurzel des Wirtsbaumes ansetzt. Dieser Stiel ist nicht deutlich vom oberen Fruchtkörper abgesetzt und verzweigt sich sofort in die blattartigen Strukturen.
Fleisch
Das Fleisch ist weißlich, zäh-elastisch und relativ brüchig. Es hat einen angenehm pilzigen bis nussigen Geruch und einen milden Geschmack. Im Alter kann es leicht zäh werden.
Fruchtkörper
Der Fruchtkörper von Sparassis crispa ist unregelmäßig kugelig bis rundlich-oval, misst 10 bis 50 cm im Durchmesser und kann ein Gewicht von bis zu 10 kg erreichen. Er besteht aus zahlreichen, dicht gedrängten, blattartigen, welligen und gekräuselten Verästelungen, die an einen Blumenkohl erinnern. Die Farbe variiert von cremig-weiß über gelblich bis ockerbraun, insbesondere im Alter oder an sonnenexponierten Stellen. Die Ränder der Lappen sind fein gezähnt oder wellig.
Lebensraum
Sparassis crispa wächst saprophytisch (auf Totholz) oder parasitär (an lebenden Bäumen), meist an der Basis oder an Wurzeln von Nadelbäumen, bevorzugt von Kiefern (Pinus spp.). Gelegentlich findet er sich auch an Fichten (Picea spp.) oder anderen Nadelhölzern. Er ist ein typischer Bewohner von Nadelwäldern und Mischwäldern mit Nadelholzanteil.

Wichtige Fakten

  • Hutoberfläche: Nicht zutreffend (keine klassische Hutform)
  • Wuchsform: Blumenkohl- oder Schwammartig, verzweigt
  • Sporenabdruck: Weißlich bis cremefarben
  • Körperfarbe: Cremeweiß bis gelblich oder ockerbraun
  • Geruch: Pilzig-nussig
  • Verfärbung beim Anschnitt: Nicht auffällig verfärbend
  • Höhe: Bis zu 30 cm
  • Hutdurchmesser: 10-50 cm
  • Nährstoffaufnahme: Parasitär und Saprophytisch

Sicher

Sicher

Sparassis crispa gilt als hervorragender Speisepilz und ist roh nicht giftig, sollte aber dennoch gekocht oder gebraten werden. Es sind keine spezifischen Toxine bekannt. Bei empfindlichen Personen könnten jedoch, wie bei fast allen Pilzen, bei übermäßigem Verzehr oder unzureichender Garung leichte Verdauungsbeschwerden auftreten.

Toxinart: Nicht zutreffendReaktionstyp: Nicht zutreffend

Schnellcheck

  • Geruch: Angenehm pilzig, leicht nussig
  • Fruchtung: August bis November
  • Substrat: An der Basis oder an Wurzeln von Nadelbäumen, meist Kiefern

Wo zu finden

Nadelwälder

Bevorzugt in Kiefernwäldern oder Mischwäldern mit hohem Kiefernanteil.

Wurzelbereich von Bäumen

Wächst meist direkt am Stammfuss oder an den freiliegenden Wurzeln von lebenden oder gefällten Nadelbäumen.

Sägebäume

Kann auch an Stumpen oder Stümpfen von Nadelbäumen gefunden werden.

Suchtipps

Achten Sie auf Kiefern

Suchen Sie gezielt in der Nähe von Kiefernstämmen, insbesondere bei älteren Bäumen, wo der Pilz oft schon seit Jahren an derselben Stelle erscheint.

Blick zum Wurzelbereich

Der Pilz wächst oft direkt am Stammfuss oder aus dem Erdreich hervor, wo sich Baumwurzeln befinden.

Saison beachten

Die Hauptsaison ist Spätsommer und Herbst, von August bis November.

Erfahrungsaustausch

Tauschen Sie sich mit erfahrenen Pilzsammlern in Ihrer Region aus, um bekannte Standorte zu entdecken.

Ähnliche Arten

Wurzelnde Glucke

Pilz

Auch bekannt als: Sparassis radicata

Flache Glucke

Pilz

Auch bekannt als: Sparassis spathulata

Wissenschaftliche Klassifikation

Stamm
Basidiomycota
Klasse
Agaricomycetes
Ordnung
Polyporales
Familie
Sparassidaceae
Gattung
Sparassis

Lagerungsinformationen

  • Max. Temperatur: 4 °C
  • Tiefkühldauer: 6 Monate
  • Min. Temperatur: 0 °C
  • Kühlung: 5 Tage

Wie man reinigt

Aufgrund seiner komplexen, blättrigen Struktur kann der Blumenkohlpilz Erde, Nadeln und Insekten beherbergen. Es ist ratsam, den Pilz zunächst grob von Anhaftungen zu befreien. Anschließend kann man ihn vorsichtig unter leicht fließendem Wasser reinigen. Ein Eintauchen in Wasser für längere Zeit ist zu vermeiden, da er sich schnell vollsaugt. Kleinere Insekten können durch kurzes Einlegen in Salzwasser herausgelockt werden. Nach der Reinigung gründlich trockentupfen.

Blumenkohlpilz entdecken

Pilze überall bestimmen

Kostenlos für iOS, Android und Web. Fotobestimmung, vollständige Datenbank und persönliche Sammlung.

In der App öffnen