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Schwarzfärbender Porling (Meripilus sumstinei)

Schwarzfärbender Porling

Sicher

Meripilus sumstinei

Auch bekannt als: Riesenporling, Sumstines Riesenporling

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Beschreibung

Meripilus sumstinei ist ein großer, büschelig wachsender Porling, der an der Basis von Laubbäumen oder an deren Wurzeln wächst. Er ist bekannt für seine Fähigkeit, bei Berührung oder Verletzung schwarz zu verfärben, was ihm seinen deutschen Namen 'Schwarzfärbender Porling' und den englischen Namen 'Black-staining Polypore' einbrachte. Dieser Pilz kann beeindruckende Größen erreichen und ist in Nordamerika weit verbreitet.

Wie man identifiziert

Hut
Die einzelnen Hüte sind fächerförmig bis spatelförmig, 10-40 cm breit und 1-3 cm dick. Die Oberfläche ist anfangs hellbraun, gelblich-braun oder grau-braun und wird mit dem Alter dunkler, oft mit konzentrischen Zonen. Bei Berührung oder Verletzung verfärbt sich die Oberfläche und das Fleisch schnell schwarz. Die Ränder sind dünn und wellig.
Lamellen
Meripilus sumstinei besitzt keine Lamellen (Gills), sondern eine Porenschicht. Die Poren sind sehr klein (3-5 Poren pro mm), rundlich bis eckig, anfangs weißlich oder cremefarben und verfärben sich bei Druck oder Alterung ebenfalls schwarz. Die Röhren sind kurz, 1-3 mm lang.
Stiel
Es gibt keinen ausgeprägten Stiel im herkömmlichen Sinne. Die einzelnen Hüte entspringen einer gemeinsamen, dicken, knolligen Basis, die oft im Boden oder am Holz verborgen ist. Diese Basis ist ebenfalls weißlich und verfärbt sich bei Verletzung schwarz.
Fleisch
Das Fleisch ist weißlich bis cremefarben, zäh und faserig, besonders im Alter. Es verfärbt sich bei Schnitt oder Druck innerhalb weniger Minuten deutlich schwarz. Der Geruch ist mild, der Geschmack ebenfalls mild, manchmal leicht säuerlich.
Fruchtkörper
Der Fruchtkörper ist ein großer, büscheliger Porling, der aus zahlreichen überlappenden, fächerförmigen oder spatelförmigen Hüten besteht, die von einer gemeinsamen Basis ausgehen. Die Gesamtgröße kann bis zu 1 Meter im Durchmesser und über 50 kg Gewicht erreichen. Die Oberfläche ist oft wellig oder uneben.
Lebensraum
Saprobiontisch oder parasitisch an der Basis von Laubbäumen (insbesondere Eichen, Ahorn, Buche) oder an deren vergrabenen Wurzeln. Er kann auch an Baumstümpfen oder gefällten Stämmen gefunden werden. Er verursacht eine Weißfäule.

Wichtige Fakten

  • Hutoberfläche: Matt, feinfilzig bis glatt, oft wellig oder uneben, konzentrisch gezont
  • Wuchsform: Büschelig, rosettenförmig, aus einer gemeinsamen Basis entspringend
  • Sporenabdruck: Weiß
  • Körperfarbe: Hellbraun, gelblich-braun, grau-braun; verfärbt sich bei Verletzung schwarz
  • Geruch: Mild, angenehm pilzig
  • Verfärbung beim Anschnitt: Schnell und deutlich schwarz
  • Höhe: Bis zu 50 cm (Gesamthöhe des Fruchtkörpers)
  • Hutdurchmesser: Einzelne Hüte 10-40 cm, Gesamtbreite des Fruchtkörpers bis zu 100 cm
  • Nährstoffaufnahme: Saprobiontisch und parasitisch

Sicher

Sicher

Meripilus sumstinei gilt als essbar, aber nur in jungem Zustand. Ältere Exemplare werden zäh und faserig und sind nicht mehr genießbar. Bei manchen Personen kann der Verzehr Magen-Darm-Beschwerden verursachen, insbesondere wenn er nicht ausreichend gekocht wird oder in großen Mengen konsumiert wird. Es ist wichtig, ihn gut durchzugaren.

Toxinart: Keine spezifischen Toxine bekannt, aber unverdauliche Kohlenhydrate können bei empfindlichen Personen Verdauungsprobleme verursachen.Reaktionstyp: Gastrointestinal

Schnellcheck

  • Geruch: Mild, pilzig
  • Fruchtung: Spätsommer bis Herbst
  • Substrat: Basis von Laubbäumen, vergrabene Wurzeln, Baumstümpfe

Wo zu finden

Nordamerika

Weit verbreitet in den östlichen und zentralen Regionen Nordamerikas, von Kanada bis in den Süden der USA.

Europa

In Europa ist die ähnliche Art Meripilus giganteus verbreitet, die oft mit M. sumstinei verwechselt wird. M. sumstinei selbst ist in Europa seltener oder nicht heimisch, die genaue Verbreitung wird noch diskutiert.

Suchtipps

Standort

Suchen Sie an der Basis großer Laubbäume, insbesondere Eichen, Ahorn und Buchen, oder an deren Wurzeln. Oft wächst er direkt aus dem Boden am Fuße des Baumes.

Saison

Die Fruchtkörper erscheinen typischerweise im Spätsommer und Herbst, von Juli bis Oktober.

Verfärbungstest

Ein entscheidendes Merkmal ist die schnelle Schwarzfärbung des Fleisches und der Poren bei Berührung oder Schnitt. Dies hilft, ihn von ähnlichen Arten zu unterscheiden.

Ähnliche Arten

Klapperschwamm

Pilz

Auch bekannt als: Laubporling, Maitake

Riesenporling

Pilz

Auch bekannt als: Ochsenzunge

Wissenschaftliche Klassifikation

Stamm
Basidiomycota
Klasse
Agaricomycetes
Ordnung
Polyporales
Familie
Meripilaceae
Gattung
Meripilus

Lagerungsinformationen

  • Max. Temperatur: 4°C
  • Tiefkühldauer: 6 Monate
  • Min. Temperatur: 0°C
  • Kühlung: 3-5 Tage

Wie man reinigt

Die Pilze sollten vorsichtig mit einer weichen Bürste oder einem feuchten Tuch von Erde und Schmutz befreit werden. Vermeiden Sie es, sie unter fließendem Wasser zu waschen, da sie sich schnell mit Wasser vollsaugen können. Schneiden Sie die zäheren, älteren Teile des Pilzes weg, da nur die jungen, zarten Ränder genießbar sind.

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