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App öffnenBeschreibung
Meripilus giganteus, bekannt als Riesenporling, ist ein großer, saprobiontischer oder parasitärer Pilz, der an der Basis von Laubbäumen, insbesondere Buchen und Eichen, wächst. Er bildet imposante, fächerförmige Fruchtkörper, die aus einer gemeinsamen Basis entspringen und sich dachziegelartig überlappen. Die Farbe variiert von hellbraun bis dunkelbraun, und die Porenseite ist weißlich bis cremefarben, verfärbt sich bei Druck oder im Alter schwärzlich. Er ist ein wichtiger Holzzerstörer, der Weißfäule verursacht.
Wie man identifiziert
- Hut
- Die einzelnen Hüte sind fächer- bis zungenförmig, 10-30 cm breit und 1-3 cm dick. Die Oberfläche ist matt, feinfilzig bis glatt, oft wellig oder unregelmäßig gelappt. Die Farbe ist jung hellbraun bis ockerbraun, später dunkelbraun bis schwarzbraun, oft mit dunkleren Zonen. Der Rand ist dünn und scharf.
- Lamellen
- Keine Lamellen, sondern eine Porenfläche. Die Poren sind sehr klein (3-5 Poren pro mm), rundlich bis eckig, jung weißlich bis cremefarben, verfärben sich bei Druck oder im Alter schwärzlich. Die Röhren sind 2-5 mm lang.
- Stiel
- Ein eigentlicher Stiel fehlt. Die einzelnen Hüte entspringen aus einer gemeinsamen, knolligen, oft im Boden verborgenen Basis, die direkt am Baumstamm oder an dessen Wurzeln ansetzt.
- Fleisch
- Das Fleisch ist jung weißlich, zäh und faserig, im Alter korkartig. Bei Verletzung oder im Schnitt verfärbt es sich innerhalb weniger Minuten rosa, dann grau und schließlich schwärzlich. Dieser Verfärbungsprozess ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal.
- Fruchtkörper
- Der Fruchtkörper ist sehr groß, bis zu 100 cm breit und 50 cm hoch, bestehend aus zahlreichen fächer- oder zungenförmigen Hüten, die aus einer gemeinsamen, knolligen Basis entspringen und dachziegelartig übereinander angeordnet sind. Das Gesamtgewicht kann über 50 kg betragen.
- Lebensraum
- Wächst saprobiontisch oder parasitär an der Basis von lebenden oder toten Laubbäumen, bevorzugt Buchen (Fagus sylvatica) und Eichen (Quercus spp.), seltener an anderen Laubbäumen. Er verursacht eine intensive Weißfäule im Kernholz.
Wichtige Fakten
- Hutoberfläche: Matt, feinfilzig bis glatt, wellig, oft zoniert.
- Wuchsform: Dachziegelartig überlappende Hüte aus einer gemeinsamen Basis.
- Sporenabdruck: Weiß
- Körperfarbe: Jung hellbraun bis ockerbraun, später dunkelbraun bis schwarzbraun. Poren weißlich, schwärzend.
- Geruch: Angenehm pilzartig, leicht säuerlich.
- Verfärbung beim Anschnitt: Verfärbt sich bei Verletzung schnell rosa, dann grau und schließlich schwärzlich.
- Höhe: Bis zu 50 cm
- Hutdurchmesser: Einzelne Hüte 10-30 cm, Gesamtbreite bis zu 100 cm.
- Nährstoffaufnahme: Saprobiontisch und parasitär
Sicher
SicherDer Riesenporling gilt als essbar, solange er jung und zart ist. Nur die jungen, helleren Hutränder sind genießbar. Ältere Exemplare werden zäh, faserig und bitter und sind ungenießbar. Bei manchen Personen kann der Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen, insbesondere wenn er nicht ausreichend gegart oder in großen Mengen konsumiert wird. Es wird empfohlen, ihn vor dem Verzehr gut durchzugaren.
Schnellcheck
- Geruch: Angenehm pilzartig, leicht säuerlich, im Alter muffig.
- Fruchtung: Juli bis Oktober
- Substrat: An der Basis von Laubbäumen, bevorzugt Buche und Eiche.
Wo zu finden
Laubwälder
Besonders in Buchen- und Eichenwäldern, wo er an der Basis alter Bäume oder an Baumstümpfen zu finden ist.
Parks und Alleen
Kann auch in städtischen Gebieten an alten Laubbäumen vorkommen.
Suchtipps
Standort
Suchen Sie an der Basis von großen, alten Laubbäumen, insbesondere Buchen und Eichen. Der Pilz wächst oft direkt am Stammfuß oder aus dem Wurzelbereich.
Saison
Die Fruchtkörper erscheinen hauptsächlich im Spätsommer und Herbst, von Juli bis Oktober, können aber bei günstigen Bedingungen auch früher oder später gefunden werden.
Verfärbungstest
Drücken Sie auf die Porenfläche oder schneiden Sie ein Stück Fleisch ab. Die schnelle Schwärzung ist ein sicheres Erkennungsmerkmal.
Ähnliche Arten
Klapperschwamm
Pilz
Auch bekannt als: Laubporling, Grifola frondosa
Schwefelporling
Pilz
Auch bekannt als: Laetiporus sulphureus
Wissenschaftliche Klassifikation
- Stamm
- Basidiomycota
- Klasse
- Agaricomycetes
- Ordnung
- Polyporales
- Familie
- Meripilaceae
- Gattung
- Meripilus
Lagerungsinformationen
- Max. Temperatur: 4°C
- Tiefkühldauer: 6 Monate
- Min. Temperatur: 2°C
- Kühlung: 3 Tage
Wie man reinigt
Junge, zarte Fruchtkörperteile können mit einer Bürste von Erde und Laub befreit werden. Ältere, zähe Teile sind nicht mehr für den Verzehr geeignet. Das Fleisch ist oft sauber und muss nicht gewaschen werden, da es sonst Wasser aufnimmt.
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