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Der Flache Lackporling (Ganoderma applanatum) ist ein weit verbreiteter, mehrjähriger Porling, der als Saprophyt oder Schwächeparasit an Laubhölzern wächst. Er ist bekannt für seine harte, holzige Konsistenz und die Fähigkeit, auf seiner weißen Unterseite (Porenfläche) durch Druck dunkle Linien zu erzeugen, was ihm den Namen 'Künstlerpilz' oder 'Malerpilz' eingebracht hat. Die Fruchtkörper sind konsolenförmig und können sehr groß werden. Er spielt eine wichtige Rolle im Waldökosystem als Zersetzer von Totholz.
Wie man identifiziert
- Hut
- Die Kappe ist konsolenförmig, flach bis leicht gewölbt, oft unregelmäßig geformt. Die Oberfläche ist matt, graubraun bis dunkelbraun, oft mit einer dünnen, harten Kruste, die bei älteren Exemplaren rissig werden kann. Konzentrische Zuwachszonen sind deutlich sichtbar. Der Rand ist meist abgerundet und heller gefärbt, oft weißlich bis gelblich-braun.
- Lamellen
- Der Flache Lackporling besitzt keine Lamellen (Gills), sondern eine Porenfläche. Diese ist cremeweiß bis hellbraun und verfärbt sich bei Druck oder Kratzen sofort dunkelbraun. Die Poren sind sehr fein, 4-6 pro mm, rundlich und unscheinbar. Die Porenröhren sind geschichtet, da der Pilz mehrjährig ist und jedes Jahr eine neue Schicht bildet.
- Stiel
- Ein Stiel ist in der Regel nicht vorhanden. Der Fruchtkörper wächst direkt am Substrat (Baumstamm oder Ast) an und ist sessil.
- Fleisch
- Das Fleisch ist sehr hart, holzig und zäh, von einer hellbraunen bis zimtbraunen Farbe. Es ist nicht essbar im herkömmlichen Sinne. Es hat einen milden, leicht pilzigen Geruch und keinen ausgeprägten Geschmack.
- Fruchtkörper
- Die Fruchtkörper sind konsolenförmig, flach ausgebreitet und oft halbkreisförmig bis nierenförmig. Sie sind mehrjährig und können eine beträchtliche Größe erreichen, oft 10-70 cm breit und bis zu 30 cm tief, mit einer Dicke von 2-10 cm. Die Oberseite ist hart, holzig und konzentrisch gezont, oft mit einer dünnen, harten Kruste bedeckt. Die Farbe variiert von graubraun bis dunkelbraun, manchmal mit helleren Zuwachszonen am Rand. Die Unterseite (Porenfläche) ist cremeweiß bis hellbraun und verfärbt sich bei Berührung oder Druck sofort dunkelbraun.
- Lebensraum
- Der Flache Lackporling wächst saprophytisch an totem Holz oder parasitisch an geschwächten, lebenden Laubbäumen, seltener an Nadelbäumen. Er bevorzugt Buche, Eiche, Ahorn, Birke und Pappel. Er verursacht eine Weißfäule im Holz. Man findet ihn einzeln oder in Gruppen, oft in Bodennähe oder an größeren Ästen.
Wichtige Fakten
- Hutoberfläche: Matt, graubraun bis dunkelbraun, konzentrisch gezont, oft mit dünner Kruste
- Wuchsform: Konsolenförmig, sessil, einzeln oder in Gruppen
- Sporenabdruck: Dunkelbraun (rostbraun)
- Körperfarbe: Oberseite graubraun bis dunkelbraun, Porenfläche cremeweiß bis hellbraun, Fleisch zimtbraun
- Geruch: Mild, pilzig
- Verfärbung beim Anschnitt: Porenfläche verfärbt sich bei Druck sofort dunkelbraun
- Höhe: 2-10 cm (Dicke)
- Hutdurchmesser: 10-70 cm (Breite)
- Nährstoffaufnahme: Saprophytisch oder parasitisch
Sicher
SicherDer Flache Lackporling ist nicht giftig, aber aufgrund seiner holzigen Konsistenz ungenießbar. Er wird nicht als Speisepilz verwendet. Es sind keine toxischen Inhaltsstoffe bekannt, die bei Kontakt oder versehentlichem Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen würden.
Schnellcheck
- Geruch: Mild, pilzig
- Fruchtung: Ganzjährig, mehrjährig
- Substrat: Totes oder geschwächtes Laubholz
Wo zu finden
Wälder
In Laub- und Mischwäldern, besonders an alten oder geschwächten Bäumen sowie an liegendem Totholz.
Parks und Gärten
An alten Bäumen in städtischen Grünanlagen, Alleen und Gärten.
Uferbereiche
Entlang von Flüssen und Seen, wo alte Weiden oder Pappeln stehen.
Suchtipps
Baumarten beachten
Suchen Sie gezielt an Laubbäumen wie Buche, Eiche, Ahorn, Birke und Pappel. Er ist seltener an Nadelbäumen zu finden.
Totholz und geschwächte Bäume
Der Pilz wächst bevorzugt an totem Holz oder an Bäumen, die bereits geschwächt sind. Achten Sie auf alte, verletzte oder abgestorbene Bäume.
Ganzjährig
Da es sich um einen mehrjährigen Pilz handelt, kann er das ganze Jahr über gefunden werden. Die neuen Zuwachszonen sind im Frühjahr und Sommer am deutlichsten.
Porenfläche testen
Um die Art sicher zu bestimmen, kratzen Sie vorsichtig mit einem spitzen Gegenstand (z.B. einem Stock oder Fingernagel) auf die weiße Porenfläche. Die sofortige Dunkelfärbung ist ein charakteristisches Merkmal.
Ähnliche Arten
Glänzender Lackporling
Ganoderma
Auch bekannt als: Reishi
Wulstiger Lackporling
Ganoderma
Auch bekannt als: Ganoderma adspersum
Zinnoberroter Lackporling
Ganoderma
Auch bekannt als: Ganoderma lucidum var. rufum
Wissenschaftliche Klassifikation
- Stamm
- Basidiomycota
- Klasse
- Agaricomycetes
- Ordnung
- Polyporales
- Familie
- Ganodermataceae
- Gattung
- Ganoderma
Lagerungsinformationen
- Max. Temperatur: 25°C
- Tiefkühldauer: Nicht relevant
- Min. Temperatur: 0°C
- Kühlung: Nicht relevant
Wie man reinigt
Der Flache Lackporling wird in der Regel nicht für den Verzehr gesammelt, daher ist eine Reinigung im kulinarischen Sinne nicht relevant. Für künstlerische Zwecke kann die Oberfläche vorsichtig mit einer Bürste von losem Schmutz befreit werden. Die Porenfläche sollte nicht gereinigt werden, wenn sie für Zeichnungen verwendet werden soll.
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