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App öffnenBeschreibung
Exidia recisa ist ein Gallertpilz aus der Familie der Ohrlappenpilzverwandten (Auriculariaceae). Er zeichnet sich durch seine gallertartige, oft gelblich-braune bis dunkelbraune Fruchtkörper aus, die an abgestorbenem Holz wachsen. Die Form ist unregelmäßig, oft lappenförmig oder hirnartig gewunden, und kann bei Trockenheit stark schrumpfen und verhärten, um bei Feuchtigkeit wieder aufzuquellen. Er ist ein Saprobiont, der Totholz von Laubbäumen, insbesondere Weiden, besiedelt.
Wie man identifiziert
- Hut
- Kein Hut im klassischen Sinne, sondern ein unregelmäßig geformter Fruchtkörper.
- Lamellen
- Keine Lamellen vorhanden, da es sich um einen Gallertpilz handelt. Die Sporen werden auf der gesamten Oberfläche des Fruchtkörpers gebildet (hymeniale Oberfläche).
- Stiel
- Kein Stiel im klassischen Sinne. Die Fruchtkörper sind direkt am Substrat angewachsen (resupinat oder sitzend).
- Fleisch
- Gallertartig, durchscheinend, zäh-elastisch, ohne ausgeprägten Geruch oder Geschmack.
- Fruchtkörper
- Die Fruchtkörper sind gallertartig, weich und elastisch, unregelmäßig geformt, oft lappenförmig, hirnartig gewunden oder becherförmig. Sie erreichen eine Größe von 1-5 cm im Durchmesser und 0,5-2 cm Höhe. Die Farbe variiert von gelblich-braun über rotbraun bis dunkelbraun, manchmal fast schwarz. Die Oberfläche ist glatt und glänzend, kann aber bei älteren Exemplaren leicht runzelig werden. Bei Trockenheit schrumpfen die Fruchtkörper stark, werden hart und unscheinbar, quellen aber bei Regen wieder auf.
- Lebensraum
- Wächst saprobiontisch auf abgestorbenem Laubholz, bevorzugt Weiden (Salix spp.), aber auch an anderen Laubbäumen wie Erle, Buche oder Eiche. Oft an Ästen oder Stämmen, die noch Rinde besitzen. Erscheint einzeln oder in Gruppen.
Wichtige Fakten
- Hutoberfläche: Glatt, glänzend, bei Trockenheit runzelig
- Wuchsform: Unregelmäßig lappenförmig, hirnartig gewunden, becherförmig, sitzend
- Sporenabdruck: Weiß
- Körperfarbe: Gelblich-braun bis dunkelbraun, rotbraun, manchmal fast schwarz
- Geruch: Unbedeutend
- Verfärbung beim Anschnitt: Nicht zutreffend
- Höhe: 0,5-2 cm
- Hutdurchmesser: 1-5 cm
- Nährstoffaufnahme: Saprobiontisch
Sicher
SicherExidia recisa gilt als ungenießbar. Er ist nicht giftig, hat aber aufgrund seiner gallertartigen, geschmacklosen Konsistenz keinen kulinarischen Wert. Es gibt keine bekannten Toxine oder schädlichen Inhaltsstoffe. Verwechslungen mit anderen Gallertpilzen sind möglich, die ebenfalls meist ungenießbar, aber nicht giftig sind. Eine Verwechslung mit giftigen Pilzen ist aufgrund der einzigartigen gallertartigen Beschaffenheit unwahrscheinlich.
Schnellcheck
- Geruch: Unbedeutend
- Fruchtung: Ganzjährig, bevorzugt Herbst bis Frühjahr bei feuchtem Wetter
- Substrat: Abgestorbenes Laubholz, besonders Weide
Wo zu finden
Wälder und Forste
In Laub- und Mischwäldern, wo abgestorbenes Laubholz, insbesondere Weiden, vorhanden ist.
Uferbereiche
Entlang von Flüssen, Bächen und Seen, wo Weiden häufig vorkommen.
Parks und Gärten
An abgestorbenen Ästen oder Stämmen von Laubbäumen.
Suchtipps
Saisonale Verfügbarkeit
Exidia recisa ist ganzjährig zu finden, bevorzugt aber feuchte Perioden im Herbst und Winter, sowie im zeitigen Frühjahr. Bei Trockenheit sind die Fruchtkörper unscheinbar und hart, quellen aber nach Regen wieder auf.
Substrat
Achten Sie gezielt auf abgestorbenes Laubholz, insbesondere Weidenäste und -stämme. Der Pilz wächst direkt auf dem Holz.
Feuchtigkeit
Suchen Sie nach Regenfällen oder in feuchten Waldgebieten, da die Fruchtkörper dann am besten entwickelt und sichtbar sind.
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Wissenschaftliche Klassifikation
- Stamm
- Basidiomycota
- Klasse
- Agaricomycetes
- Ordnung
- Auriculariales
- Familie
- Auriculariaceae
- Gattung
- Exidia
Lagerungsinformationen
- Max. Temperatur: Nicht zutreffend
- Tiefkühldauer: Nicht zutreffend
- Min. Temperatur: Nicht zutreffend
- Kühlung: Nicht zutreffend
Wie man reinigt
Aufgrund seiner gallertartigen Konsistenz ist Exidia recisa schwer zu reinigen. Eine Reinigung ist in der Regel nicht notwendig, da er nicht zum Verzehr empfohlen wird. Sollte er dennoch für Studienzwecke gesammelt werden, kann man lose Anhaftungen vorsichtig mit einem weichen Pinsel entfernen.
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