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Schwarzer Drüsling (Exidia glandulosa)

Schwarzer Drüsling

Sicher

Exidia glandulosa

Auch bekannt als: Hexenbutter, Warziger Drüsling

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Beschreibung

Der Schwarze Drüsling (Exidia glandulosa) ist ein weit verbreiteter Gallertpilz, der zur Familie der Ohrlappenpilzverwandten (Auriculariaceae) gehört. Er zeichnet sich durch seine gummiartige, gallertige Konsistenz und seine dunkle, glänzende Oberfläche aus, die oft mit kleinen drüsenartigen Warzen besetzt ist. Dieser Pilz wächst saprobiontisch auf totem Laubholz und ist besonders in den kühleren Monaten des Jahres, vom Spätherbst bis zum Frühjahr, häufig zu finden. Seine Form kann variieren von unregelmäßigen, krustigen Überzügen bis hin zu lappenartigen oder hirnähnlichen Gebilden. Er ist weder giftig noch besonders schmackhaft und wird daher selten gesammelt. Seine ökologische Rolle liegt im Abbau von Totholz.

Wie man identifiziert

Hut
Nicht zutreffend, da es sich um einen Gallertpilz ohne klassischen Hut handelt.
Lamellen
Nicht zutreffend, da es sich um einen Gallertpilz ohne Lamellen handelt. Die Sporen reifen auf der gesamten Oberfläche des Fruchtkörpers (Hymenialschicht).
Stiel
Nicht zutreffend, da der Pilz keinen Stiel besitzt, sondern direkt auf dem Substrat wächst.
Fleisch
Das Fleisch ist gallertartig, zäh-elastisch, transparent im Anschnitt und von gleicher Farbe wie die Oberfläche (dunkelbraun bis schwarz). Es bricht nicht leicht. Bei Trockenheit wird es hart und spröde.
Fruchtkörper
Der Fruchtkörper ist gallertartig, gummiartig-zäh, unregelmäßig geformt, flach ausgebreitet bis hirnartig-lappig oder warzig-runzelig. Er ist 1-10 cm breit und 0,5-2 cm dick. Die Farbe variiert von dunkelbraun bis schwarz, im Alter oder bei Trockenheit auch tiefschwarz. Die Oberfläche ist glänzend und oft mit kleinen, feinen, drüsenartigen Warzen bedeckt, die bei Nässe deutlicher hervortreten. Bei Trockenheit schrumpft der Fruchtkörper stark zusammen und wird zu einer dünnen, schwarzen Kruste, die bei Feuchtigkeit wieder aufquillt.
Lebensraum
Saprobiontisch auf totem Laubholz, bevorzugt an Ästen und Stämmen von Buche (Fagus sylvatica) und Eiche (Quercus spp.), aber auch an anderen Laubhölzern wie Birke, Hasel oder Pappel. Er wächst einzeln oder in Gruppen, oft büschelig und miteinander verwachsen. Er ist ein wichtiger Zersetzer von Totholz.

Wichtige Fakten

  • Hutoberfläche: Nicht zutreffend (gallertartiger Fruchtkörper)
  • Wuchsform: Gallertartig, unregelmäßig, ausgebreitet bis lappenartig oder hirnartig
  • Sporenabdruck: Weiß
  • Körperfarbe: Dunkelbraun bis schwarz, glänzend
  • Geruch: Unbedeutend
  • Verfärbung beim Anschnitt: Nicht zutreffend
  • Höhe: Breite 1-10 cm, Dicke 0.5-2 cm
  • Hutdurchmesser: Nicht zutreffend (kein Hut)
  • Nährstoffaufnahme: Saprobiontisch

Sicher

Sicher

Der Schwarze Drüsling (Exidia glandulosa) ist nicht giftig. Er gilt als ungenießbar oder wertlos, da er keinen nennenswerten Geschmack oder Geruch besitzt und seine gallertartige Konsistenz von den meisten Menschen als unangenehm empfunden wird. Es sind keine Berichte über Vergiftungen bekannt, auch nicht bei Verwechslungen mit ähnlichen Arten.

Toxinart: Keine bekannten ToxineReaktionstyp: Keine bekannten toxischen Reaktionen

Schnellcheck

  • Geruch: Unbedeutend, schwach pilzartig oder geruchlos
  • Fruchtung: Ganzjährig, mit Schwerpunkt im Herbst, Winter und Frühjahr, besonders bei feuchter Witterung.
  • Substrat: Totes Laubholz

Wo zu finden

Laubwälder

In fast allen Laubwäldern Europas, Nordamerikas und Teilen Asiens zu finden, wo ausreichend Totholz vorhanden ist.

Parks und Gärten

Kann auch in urbanen Gebieten auf abgestorbenen Ästen von Laubbäumen gefunden werden.

Suchtipps

Auf Totholz achten

Suchen Sie gezielt auf umgestürzten Bäumen, liegendem oder noch stehendem Totholz von Laubbäumen, insbesondere Buche und Eiche.

Nasse Witterung bevorzugen

Der Pilz ist bei feuchter Witterung am besten zu finden, da er dann seine typische gallertartige Konsistenz annimmt und gut sichtbar ist. Bei Trockenheit ist er unscheinbar und schrumpelig.

Ganzjährig, aber besonders im Winter

Obwohl ganzjährig vorkommend, ist er in den kühleren und feuchteren Monaten vom Spätherbst bis zum Frühjahr am häufigsten und am besten entwickelt.

Ähnliche Arten

Teerflecken-Drüsling

Gallertpilz

Auch bekannt als: Exidia pithya

Stoppeliger Drüsling

Gallertpilz

Auch bekannt als: Exidia nigricans

Abgestutzter Drüsling

Gallertpilz

Auch bekannt als: Exidia truncata

Wissenschaftliche Klassifikation

Stamm
Basidiomycota
Klasse
Agaricomycetes
Ordnung
Auriculariales
Familie
Auriculariaceae
Gattung
Exidia

Lagerungsinformationen

  • Max. Temperatur: Nicht zutreffend, da nicht für Lagerung empfohlen.
  • Tiefkühldauer: Nicht zutreffend, da nicht zum Einfrieren empfohlen.
  • Min. Temperatur: Nicht zutreffend, da nicht für Lagerung empfohlen.
  • Kühlung: Nicht zutreffend, da nicht zum Kühlen empfohlen.

Wie man reinigt

Eine Reinigung des Schwarzen Drüslings ist in der Regel nicht notwendig, da er selten zu Speisezwecken gesammelt wird. Sollte er jedoch für eine mögliche Verwendung gesammelt werden, kann er vorsichtig mit einer weichen Bürste oder einem feuchten Tuch von anhaftenden Verunreinigungen befreit werden. Waschen unter fließendem Wasser sollte vermieden werden, da er sich mit Wasser vollsaugt und seine Konsistenz verliert.

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